Gymnasium Oberwil
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Geografie

Geografie beschäftigt sich mit dem Planeten Erde und den auf und in ihm ablaufenden natürlichen Prozessen. Der zweite grosse Bereich dieses Faches befasst sich mit der Rolle des Menschen bezogen auf den Raum. Die Betrachtung der räumlichen Dimension sowohl bei natürlichen wie auch bei anthropogenen Aspekten steht dabei im Zentrum. Geografen sind immer auch auf das Wissen aus anderen Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften angewiesen, um die komplexen Zusammenhänge zwischen Mensch und Umwelt analysieren zu können.

 

 

 

Atolle im Pazifik
Vulkankegel (Australien)
Fjordlandschaft (Neuseeland)

 

Darauf aufbauend wird die heute immer dominanter werdende, menschliche Nutzung der verschiedenen Lebensräume sowie die sich daraus ergebenden Umweltveränderungen exemplarisch an ausgewählten Raumbeispiele behandelt. Angesichts immer drängender, globaler Umweltprobleme erhält das Fach Geografie eine zunehmend grössere Bedeutung als integratives Fach zwischen den rein naturwissenschaftlichen Grundlagenfächern (z.B. Biologie, Chemie, Physik und Mathematik) und den eher sozialwissenschaftlich orientierten Fächern wie Geschichte und Wirtschaft/Recht.

 

Ergänzungsfach/Wahlkurs

Abhängig vom Kursangebot der Schule kann Geografie im letzten Schuljahr auch als Ergänzungsfach bzw. als Wahlkurs belegt werden. Dieser Unterricht baut auf dem im Grundlagenfach vermittelten Basiswissen auf und beschäftigt sich hauptsächlich mit weiterführenden Fragestellungen, wie z. B. den Ursachen wirtschaftlicher Unterentwicklung oder der Energiewende. Hierbei spielen das selbständige Recherchieren, das Arbeiten und Diskutieren in Gruppen und Exkursionen eine deutlich grössere Rolle als im Grundlagenfach.

 

Angebot Ergänzungsfach / Wahlkurs: 2 Semester mit je 3 Wochenstunden

 

Grundlagenfach Geografie Maturitätsabteilung

Im Grundlagenfach Geografie setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit den wesentlichen physiogeografischen Grundlagen sowie der Einflussnahme des Menschen auf die Umwelt auseinander. Im Unterricht werden also physiogeografische (z. B. Geologie, Klimatologie und Meteorologie) und humangeografische (z. B. Bevölkerungsgeografie, Wirtschaftsgeografie, Landwirtschaft, Raumplanung) Themen betrachtet und miteinander in Beziehung gesetzt. Neben diesen fachwissenschaftlichen Aspekten geht es vor allem auch um das Erlernen und Anwenden typischer geografischer Methoden, wie z. B. Raumanalyse, Kartenlesen, Karteninterpretation und das Erstellen eigener Karten.

In Globalisierung liegt der Fokus auf der ökonomischen, der gesellschaftlichen und der politischen Dimension, wobei es u. a. darum geht, bedeutende Zusammenhänge zu erkennen und einzuordnen.

Unser Geografie- und Globalisierungsunterricht ist bewusst darauf ausgerichtet, die Jugendlichen neben den fachlichen Aspekten insbesondere in ihrer persönlichen Meinungsbildung zu schulen.

 

Das Grundlagenfach Geografie ist ein promotionsrelevantes Fach der Maturitätsabteilung, welches im Umfang von fünf Jahreslektionen (2-1-2) unterrichtet wird. Zusätzlich wird von den Geografielehrpersonen im zweiten gymnasialen Jahr mit einer Jahreslektion das Fach Globalisierung unterrichtet. Dieses Fach wird separat im Zeugnis aufgeführt. Die Zeugnisnote Geografie des zweiten Jahres errechnet sich 1 : 1 aus Globalisierungs- (GL) und Geografienote (GG).

Angebot Grundlagenfach MAR: 5 Semester GG + 1 Semester GL mit je 2 Wochenstunden 

 

Geografie - Anwendungen der Wirtschaft (GG AW)

Im Schwerpunktfach Wirtschaft besuchen Schülerinnen und Schüler im 5. Semester zusätzlich zum Geografie Grundlagenfach das Fach "Geografie - Anwendungen der Wirtschaft". Die Zeugnisnote wird durch Verrechnung von GG AW mit der GG Grundlagenfachnote ermittelt. In diesem Fach werden insbesondere Ressourcen und Umwelt sowie wesentliche Belange der Wirtschaftsgeografie vertieft behandelt.

 

Angebot Geografie - Anwendungen der Wirtschaft: im SPF W im 5. Semester mit 2. Wochenlektionen

 

 

FMS Grundlagenfach

Im Grundlagenfach Geografie werden den Schülerinnen und Schülern die wesentlichen physiogeographischen Grundlagen (Geologie, Klima, Wasser) sowie die Einflussnahme des Menschen auf seine natürliche Umwelt bewusst gemacht. Zudem werden globale, raumrelevante Probleme (Klimawandel, Bevölkerungsexplosion, Ressourcenknappheit etc.) analysiert. Angesichts dieser Probleme sind die Schülerinnen und Schüler gefordert, sich mit Fragen nach dem eigenen Handeln und der persönlichen Verantwortung auseinander zu setzen. Im Rahmen des MTU-Zeitgefässes können sich die Schülerinnen und Schüler vermehrt praxisorientiert mit geographischen Fragestellungen beschäftigen (Experimente, Exkursionen), um dadurch den Bezug zum eigenen Lebensalltag zu vertiefen.BerufsfeldSeit 2006 existiert auf der FMS-Stufe der Berufsfeld-Ergänzungskurs ,,Interkulturalität". Durch persönliche Begegnungen mit Menschen aus fremden Kulturen lernen die SchülerInnen verschiedene Ursachen von Migration kennen und sie erfahren, was es heisst, zwischen zwei Welten zu leben. Im Vordergrund steht dabei die Schweiz bzw. die Region Basel mit ihrer multikulturellen Gesellschaft. Der hohe Praxisbezug ermöglicht es, dass die SchülerInnen mit neuen Werten und Normen konfrontiert werden, welche mit einer Hinterfragung der eigenen Denk- und Handlungsweise verbunden ist. Neben einem Einblick in die Vielfalt und Wirksamkeit moderner Integrationsmethoden (z.B. Unterstufenunterrichts an staatlichen Schulen beider Basel) sind beispielsweise die Rolle der Sprache sowie Rassismus weitere Themen dieses Berufsfeldkurses.

FMS-4

Der zwei Semesterwochenstunden umfassende Kurs vertieft die während der dreijährigen FMS vermittelten Grundlagenkenntnisse in Physio- und Humangeographie mit dem Ziel, die SchülerInnen möglichst gut für ein Fachschul- respektive Fachhochschulstudium vorzubereiten. Im Rahmen des Kurses werden geologische und klimatologische Sachverhalte im globalen Zusammenhang betrachtet; weitere Schwerpunkte sind ausgewählte Fragestellungen aus der Bevölkerungs- und Wirtschaftsgeographie sowie der Stadtgeographie (inklusive Raumplanung).Im Gegensatz zum früheren Grundlagenunterricht haben die Lektionen Vorlesungscharakter; entsprechend sollten die SchülerInnen in der Lage sein, sich selbständig Konspekte anzufertigen. Selbststudium, gestellte Zusatzaufgaben sowie verschiedene Exkursionen ergänzen den Normalunterricht. Zur Einschätzung des persönlichen Leistungsstandes findet etwa in der Mitte des Semesters eine sogenannte Standortbestimmung statt; diese kann mündlich oder schriftlich erfolgen und dient der Optimierung des eigenen Lernens.Der zweisemestrige Kurs wird mit einer 15-minütigen mündlichen Prüfung abgeschlossen.