Notenberechnung
Maturitätsbedingungen
Es zählen die Noten der neun Maturitätsfächer. All diese Noten haben das gleiche Gewicht, unabhängig davon, in welchem Fach eine Maturitätsprüfung abgelegt wurde und in welchem nicht.
Die Maturität ist bestanden, wenn in den neun Maturitätsfächern die doppelte Summe aller Notenabweichungen von 4 nach unten nicht grösser ist als die Summe aller Notenabweichungen von 4 nach oben und in den neun Maturitätsfächern nicht mehr als drei Noten unter 4 erteilt wurden.
Berechnung der Maturitätsnoten
Die Maturitätsnote eines Fachs ergibt sich aus der Erfahrungsnote oder aus dem Mittel von Erfahrungsnote und Prüfungsnote. Die Erfahrungsnote eines Fachs drückt die Leistungen der beiden letzten Semester aus (inkl. Wahlkurs). Sie ist das Mittel der beiden Zeugnisnoten. Die Prüfungsnote ist in jedem der fünf Prüfungsfächer das Mittel der Noten der beiden Prüfungsteile. Umfasst ein Maturitätsfach Teilfächer, so wird zuerst jedes einzelne Teilfach durchgerechnet. Erst aus den Mittelwerten der Teilfächer wird der Mittelwert des Maturitätsfachs und daraus die Maturitätsnote errechnet.
Das
Muster für die Errechnung der Maturitätsnoten zeigt verschiedene Fälle.
a. Ein Fach ohne Maturitätsprüfung, siehe Bildnerisches Gestalten: Die Erfahrungsnote allein ergibt die Maturitätsnote.
b. Ein Fach mit Maturitätsprüfung, siehe Englisch bzw. Deutsch: Aus Erfahrungs- und Prüfungsnote wird der Mittelwert des Maturitätsfachs errechnet und zur Maturitätsnote gerundet.
Erfahrungsnoten
Für jedes Fach wird eine Erfahrungsnote errechnet. Dies gilt auch für die Fächer, die in den Semesterzeugnissen noch ein eigenständiges Gewicht hatten, die aber im Maturitätszeugnis nur noch Teilfach eines Maturitätsfachs sind. Die Erfahrungsnote eines Fachs ist der nicht gerundete Schnitt aus folgenden Zeugnisnoten:
a. falls ein abgeschlossenes Fach als Wahlkurs weitergeführt wurde: die beiden Zeugnisnoten des Wahlkurses.
b. falls ein bis zum Ende der Schulzeit geführtes Fach als Wahlkurs besucht wurde: die letzten beiden Zeugnisnoten des Fachs und die beiden Zeugnisnoten des Wahlkurses,
c. im Ergänzungsfach: die beiden Zeugnisnoten des Ergänzungsfachs,
d. in allen andern Fällen: die letzten beiden Zeugnisnoten des Fachs.
Prüfungsnoten
Die Prüfungsnote ist in jedem der fünf Maturitätsprüfungsfächer der Schnitt der Noten des schriftlichen und mündlichen bzw. des praktischen und mündlichen Prüfungsteils.
Runden
Für das Errechnen der Maturitätsnote werden mehrere Mittelwerte gebildet (Erfahrungsnote, Prüfungsnote, Mittelwert eines Teilfachs, Mittelwert eines Maturitätsfachs). Bei all diesen Mittelwerten wird nicht gerundet. Erst wenn die Maturitätsnote eines Maturitätsfachs aus dem Mittelwert dieses Maturitätsfachs zu errechnen ist, wird gerundet.
In einem Maturitätsfach, das Teilfächer umfasst, ergibt das Verrechnen der Erfahrungsnoten und der Prüfungsnoten zuerst die Mittelwerte der Teilfächer. Erst das Mitteln all dieser Mittelwerte ergibt den Mittelwert des Maturitätsfachs, aus dem dann durch Runden die Maturitätsnote bestimmt wird. Alle zu rundenden Mittelwerte, die genau in der Mitte zwischen den beiden nächstliegenden Noten stehen, also auf x.25 oder x.75, werden aufgerundet.
Noten in Maturitätsfächern mit Teilfächern
In einem Maturitätsfach, das Teilfächer umfasst, wird zuerst in jedem Teilfach gleich wie in den Maturitätsfächern Deutsch, Französisch etc. ein Mittelwert dieses Teilfachs errechnet. Zur Errechnung der Maturitätsnote dieses Maturitätsfach werden die Mittelwerte aller Teilfächer gemittelt, wodurch der Mittelwert des Maturitätsfachs entsteht, der zur Maturitätsnote gerundet wird. Die folgende Tabelle zeigt als Beispiele mehrere aus dem Zusammenhang eines vollständigen Maturitätszeugnisses herausgelöste Maturitätsfächer. Einzelne dieser Beispiele geben die spezielle Situation in den Schwerpunktfächern der Profile A, B und M wieder.
Auswirkungen des Wahlkurses
Die Wahlkursnote wirkt sich auf die Note des Fachs aus, dem sie zugeordnet ist; im Gegensatz zum Ergänzungsfach, das als eigenständiges Fach ins Maturitätszeugnis eingeht. Der Wahlkurs hat deshalb in den allermeisten Fällen weniger Einfluss auf das Bestehen der Matur als das Ergänzungsfach.
Ein Wahlkurs, der keinem Maturitätsfach bzw. keinem Teilfach eines Maturitätsfachs zugeordnet ist, hat gar keine Bedeutung für die Matur.
Die Auswirkung auf die Erfahrungsnote
a. Wurde der Wahlkurs in einem Fach besucht, dessen Unterricht im Klassenverband schon abgeschlossen war, so liefern die Zeugnisnoten des Wahlkurses allein die Erfahrungsnote.
b. Wurde der Wahlkurs in einem Fach besucht, das bis zum Ende der Schulzeit unterrichtet wird, so ergibt sich die Erfahrungsnote aus den letzten beiden Zeugnisnoten des Klassenunterrichts und den Zeugnisnoten des Wahlkurses.
Die Auswirkung auf die Prüfung
Ist der Wahlkurs dem Fach Deutsch, Französisch, Mathematik oder Englisch zugeordnet, so findet die mündliche Prüfung im Wahlkurs statt; in Englisch nur, wenn die Schülerin oder der Schüler dies als Prüfungsfach gewählt hat. Der Wahlkurs hat an der Prüfungsnote des betreffenden Fachs ein Gewicht von 50%.
Im Schwerpunktfach darf die mündliche Prüfung nicht im Wahlkurs stattfinden!

